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„Heiligkeit“

Autor Kooperator Manfred Kostka

Papst Johannes Paul II. hat während seiner Amtszeit (1978-2005) mehr Christen heiliggesprochen als alle seine Vorgänger zusammen in den vergangenen tausend Jahren. Das allein weist schon auf sein besonderes Verständnis von Heiligkeit hin.

Die stark legendarischen Züge der herkömmlichen Heiligenviten haben uns oft den Blick für das dahinter stehende menschliche Suchen nach Gott und Ringen um den Glauben verstellt. Johannes Paul II. hat uns diesen Blick wieder eröffnet, indem er gewissermaßen die Heiligkeit im Alltag entdeckte.

Christen, die täglich versuchen, ihren Glauben im Leben umzusetzen und das in besonderer Weise aus der Hoffnung auf die Vollendung dieses Lebens bei Gott tun, sind auf dem Weg der Heiligkeit.

Der Apostel Paulus bezeichnete die Christen in seinen Briefen immer wieder als die „berufenen“ (Röm 1,7) oder die „auserwählten“ (Kol 3,12) „Heiligen, die Heiligen in Christus Jesus“ (Phil 1,1). Und noch im Apostolischen Glaubensbekenntnis wird die „heilige“ katholische Kirche als „Gemeinschaft der Heiligen“ bezeichnet.

Die großen Heiligengestalten des Monats November, der hl. Martin von Tours (316/17-397) und die hl. Elisabeth von Thüringen (1207-1231), deren Lebensgeschichten wir recht gut kennen, können uns ein Bild vom „wahren“ Heiligen vermitteln, der auf der Suche nach Gott den Mitmenschen, der seiner bedarf, findet, und damit auch dem eigenen Leben eine neue Richtung gibt.

Zu einer Verehrung der Heiligen kam es erst, als Christen ihr Leben für ihren Glauben hingeben mussten. Von diesen Märtyrern glauben wir, dass sie ihr Ziel bei Gott mit Sicherheit erreicht haben, und wir sie um ihre Fürbitte anflehen können. Dabei hat Verehrung nichts mit Anbetung zu tun. Anbetung gebührt Gott allein. Der/die ein oder andere Heilige kann uns aber Vorbild und Wegweiser auf unserem christlichen Lebensweg sein.

Papst Johannes Paul II., den wir alle noch kannten, wurde selbst 2014 von Papst Franziskus heiliggesprochen. Er selbst hätte dies wohl mit Hinweis auf seine menschlichen Schwächen und Fehler abgelehnt, und doch ist es gerade auch das „Menschliche“, das ihn zum „Heiligen“ machte.

Am 1. November gedenken wir „Aller Heiligen“ in festlichen Gottesdiensten und geben unserem Glauben an die Vollendung des Lebens im Ewigen Leben Gottes Ausdruck. Und am Tag danach, an „Allerseelen“, gedenken wir aller verstorbenen Christen, die uns im Glauben vorausgegangen sind, und unter denen so mancher unerkannte Heilige ist.

Für uns Tage der Freude und der Zuversicht im Glauben.

Manfred Kostka, Kooperator

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